Verfasst von: Horst Dammler | 18. Mai 2008

Bachentisch, Aufgabe und Bauanleitung


Der Bachentisch nach Dammler kann die Lösung sein.

Horst Dammler, Trifelsstraße 9, 67112 Mutterstadt, Tel 06234 7686, www.dammler.de,horst@dammler.de

Frischlingsbachen verhindern – Schwarzwildproblem vermindern

Wildschweine, die noch kein Jahr alt sind, nennen wir Frischlinge. Wird im ersten Lebensjahr ein weiblicher Frischling beschlagen und führt er Frischlinge, dann nennen wir ihn Frischlingsbache.

Zurzeit bereitet uns die starke Vermehrung des Schwarzwildes die größten Sorgen. Dr. Sodeikat: „Frischlinge haben hierbei einen Anteil von 53 % an der Vermehrungsrate, Überläuferbachen einen von 32 %, ältere nur noch 15 %.“

Die jetzige Sauenschwemme wird von den Frischlingsbachen verursacht.

In seinem Buch „Das Schwarzwild“ auf Seite 56 hat Snethlage 1957 geschrieben:

„Es ist viel und oft darüber gestrittenworden, ob unter Umständen schon Frischlinge beschlagen werden und als knapp ein Jahr alte Überläufer schon frischen können. Es liegen zweifellos einwandfreie Beobachtungen vor, dass dies vorkommen kann. Es ist aber sicher eine seltene Ausnahme, die nur bei außergewöhnlichen weit entwickelten Stücken und in besonders guten Mastjahren vorkommt.“

Dr. Meynhardt hat um 1970 nachgewiesen, dass Frischlinge schon führen können. Er konnte es, weil er bei einer Rotte die einzelnen Sauen kannte und jeden Tag fütterte. Aber durch sein tägliches Füttern erzeugte er erst die Frischlingsbachen.

Am 24. Juni 1964 erlegte ich einen weiblichen Überläufer, der aufgebrochen 27 kg wog. Der Beständer meinte, dass sei ein gutes Gewicht.

Am 19.März 1981 erlegte ich in einem reinen Waldgebiet, das nächste Feld ist ca. 5 km entfernt, aus einer Frischlingsrotte, die ich seit längerer Zeit kannte, zwei weibliche Frischlinge. Die wogen je 40 kg aufgebrochen und hatten je vier Feten inne. Es war das erste Mal, dass ich einen Frischling erlegte, der zur Frischlingsbache geworden wäre. Der Beständer konnte das Ereignis nicht glauben und sandte die Kiefer zur Altersschätzung ein.

Der Grund für die Entstehung der Frischlingsbachen war, dass wir meinen patentierten zeitgesteuerten Maisportionierer an der Kirrung hängen hatten. Der gab jeden Tag Mais für die Bache und ihre vier Frischlinge aus. Es ist nicht die große Maismenge, sondern das tägliche Futter, das die Frischlingsbachen erzeugt. Denn vor 1980 wurde das Kirren in der Zeit vom 1.April bis 15. Juli ganz eingestellt, weil in dieser Zeit die Jagd auf jegliches Schwarzwild ruhte.

Also die Futtergabe an die Frischlinge im Frühsommer ist der Grund, weshalb Frischlingsbachen entstehen. Die Baummast ist in dieser Zeit verkeimt und die Feldfrüchte sind noch nicht reif. Mit dem Einsatz vom Bachentisch nach Dammler oder den Pendelkirrer nach Dammler an den Kirrungen erhalten die Frischlinge kein oder wenig Futter, werden normal wachsen und nicht zu Frischlingsbachen werden.

Bisher ist meine obige These noch von niemand bestätigt oder widerlegt worden. Esist aber auch schwer, meinen genialen Gedankengängen zu folgen. Durch die neue Kirrverordnung BW für die auerwildrelevanten Gebiete ergibt sich eine einmalige Chance, statistische Daten über Trächtigkeit und Frischlingsbachen zu erhalten und zuerkennen, dass mit dem einfachen preiswerten Bachentisch das teure Schwarzwildproblem gelöst werden kann.

In den auerwildrelevanten Gebieten darf ab dem 31. Januar bis zum 1. August nicht mehr gekirrt werden. Im Dezember bis April ist dann die Trächtigkeitsrate bei den erlegten weiblichen Frischlingen festzustellen und mit den Tragsackuntersuchungen im Raume Böblingen oder mit den Untersuchungen der Tierärztlichen Hochschule Hannover zu vergleichen, um die Wirkung des Futters aufweibliche Frischlinge zu erkennen.

Die Schwarzwildstrecke in Deutschland ist im Jagdjahr 2007/08 um 66 % gestiegen und wird im laufenden Jagdjahr noch höher ausfallen. Bisher haben alle Kirrverordnungen keine Reduktion der Wildschweinbestände gebracht. Der Grund ist, der Kirrmais kann in unkontrollierbarer Höhe in der Erde vergraben werden. Die hohen Kosten für Wildschäden und Schweinepest bei den Bauern, die Personenschäden durch Verkehrsunfälle, zwingen andere Wege zu gehen. RLP hat8 Mill. Euro und NRW 80 Mill. Euro bisher zur Bekämpfung der Schweinepest aufbringen müssen.

Es ergeht die Aufforderung an alle Jagd-Forschungsinstitute und an die Landesregierungen jetzt zu handeln und die statistischen Daten bei den erlegten weiblichen Frischlingen im nächsten Jahr in den auerwildrelevanten Gebieten im Dezember bis April erfassen zu lassen.

Seit mehreren Jahren ersuchen die Landesregierungen die Jäger mit Bitten und Betteln um höhere Schwarzwildabschüsse. Aber die Revierinhaber, so sie keinen hohen Wildschaden zu zahlen haben, möchten möglichst viele Sauen in ihrem Revier haben. Dass gilt besonders für Reviere mit Bezahljagden. Nur die regelmäßig kontrollierbare Kirrung kann das Schwarzwildproblem lösen.

Es werden viele Gründe für den hohen Schwarzwildbestand aufgezählt. Das sind die Baummast, der große Maisanbau, die Klimaerwärmung, usw. Diese können wir nicht ändern, sie dienen aber nur als Ausreden, um nicht selbst handeln zu müssen.

Wir sollten uns auf die Gründe für die starke Schwarzwildvermehrung konzentrieren, die wir Menschen ändern können. Es sind die Gesetzgebung, die Jäger und die Landwirte, die in der aufgezählten Reihenfolge dafür verantwortlich sind. Die Frischlingsbachen sind der Grund für die Sauenschwemme. Wenn es keine gäbe, würden es jährlich 53 % Frischlinge weniger geben und weibliche Überläufer könnten geschossen werden.

Statt die Symptome(Frischlinge) zu bekämpfen, sollten die Ursachen(Frischlingsbachen) verhindert werden.

Folgende Punkte können das Problem lösen:

I.    ausreichend viele Kirrplätze erlauben, je angefangene 50 ha ein Kirrplatz mit gekennzeichnetem Bachentisch und Meldung an die UJB

II.  kein oder wenig Futter den Frischlingen reichen, je Bachentisch 500 g  Getreide (Mais)

III.  regelmäßige Kontrolle der Kirrplätze durch Forstbeamte

IV.  für einen Stand bei Bewegungsjagden darf keine Vergütung angenommen werden. Für einen Ansitz darf eine Vergütung angenommen werden, wenn er nicht in einem 48stündigen  Zusammenhang mit einer Bewegungsjagd liegt.

I. Ausreichend viele Kirrplätze

In den Privatjagden werden fast 100 % aller Sauen an der Kirrung erlegt. Bei den Staatsjagden, im geschlossenen Pfälzerwald und Bayrischen Wald, die sich sehr gut für Drückjagden eignen, werden noch 60 % aller Sauen auf der Kirrjagd geschossen. Bewegungsjagden müssen sein, sie sind aber nur effektiv, wenn der überhöhte Bestand herabgesetzt werden soll. In keinem Fall darf für die Bezahlkundschaft Wild herangehegt werden.  Ist erst einmal das Wunschziel von zwei Sauen auf 100 ha erreicht, dann kann es nur durch die Kirrjagd erhalten werden. Denn Drück- oder Bezahljagden werden nicht mehr stattfinden mangels Masse.

Die Folgen, wenn nur wenige Kirrplätze erlaubt sind:

1)      Der Jäger fährt nicht mehr regelmäßig in den Wald, um für hohe Autokosten den wenigen Mais auszubringen. Die Sauen kommen nicht mehr regelmäßig an die Kirrung. Es werden weniger geschossen.

2)      Die Kirrstelle ist schnell versessen, weil die Jäger bei den wenigen Mondnächten an jeder Kirrung sitzen. Wird dort eine Sau erlegt, kommt in den restlichen Mondnächten kein Schwein mehr.

3)      Der Jäger lässt die schwächeren Tiere unbeschossen, weil er auf ein stärkeres Stück hofft und sich die Kirrstelle nicht vergrämen will. Ähnlich verhält sich der Rotwildjäger, wenn ihn ein Fuchs anläuft.

4)      Wir bekommen Luxemburger Verhältnisse. Dort gibt es nur wenige Kirrstellen, aber die auf Drückjagden geschossenen Sauen haben in ihrem Magen 41 % gefütterten Mais. Die Jäger kippen den Mais eimerweise in die Dickungen.

II. Kein oder wenig Futter den Frischlingen reichen

Wenn der weibliche Frischling im Januar mehr als 30 kg Lebendgewicht hat, dann kann er im gleichen Jahr noch zur Frischlingsbache mit vier Frischlingen werden. Die meisten weiblichen Frischlinge werden heute zu Frischlingsbachen, weil sie in den ersten Lebensmonaten Futter (Mais) gereicht  bekommen. Das geschieht in der Regel an der unsachgemäßen Kirrung, wo viel Mais in der Erde vergraben wird. Jedoch muss zurzeit auch im Frühsommer gekirrt werden dürfen, denn in den Monaten Mai bis einschließlich September werden in der Regel über 50 % aller Sauen erlegt. Der Grund ist, sie gehen viel an die Kirrung, auch die Frischlinge, weil das Futter knapp ist. Die Baummast ist verkeimt und die Feldfrucht ist noch nicht reif.

Aus dem Bachentisch nach Dammler können die Frischlinge in den ersten sechs Monaten (April bis September) nicht fressen, weil sie zu klein sind. Wenn sie älter werden, dann vertreibt die Bache sie von ihrer Futterstelle dem Bachentisch. Die Frischlinge wachsen bei dieser Kirrmethode so langsam, wie vor 50 Jahren, als es noch keine Kirrungen gab und auch keine Frischlinge von Frischlingsbachen. Die weiblichen Frischlinge wogen damals im Januar weniger als 30 kg lebend.

Eine andere Lösung, die hier nur erwähnt und an anderer Stelle ausführlich beschrieben wird, ist der Pendelkirrer nach Dammler. Er hat einen kleinen Sammelraum, in dem 500 g Mais Platz finden. Die Sauen können den Mais mit einem Pendel auf den Erdboden rütteln und fressen. Alle 12 Stunden, jeweils um 11 und 23 Uhr werden geprüft, ob noch Mais im Sammelraum ist. Wenn nicht, wird 500 g nach gefüllt. So mit wird höchstens 1 kg Mais pro Tag ausgegeben. Weil aber zwei Rotten theoretisch sich Mais holen können, sind es zwei Kirrstellen. Der größte Vorteil ist jedoch, besonders bei kleinen Revieren, das die Sauen regelmäßig Mais vor finden und weil keine menschliche Witterung dort steht, kommen sie früher am Abend bei gutem Licht an die Kirrung. Der Jäger spart viel Zeit, sehr viel Fahrgeld und hat eine größere Strecke.

Wenn wir es ernst meinen mit dem Reduzieren des Schwarzwildbestandes, dann müssen auch Kirrstellen im Feld erlaubt werden. Wegen des Kirrmaises kommt keine Sau ins Feld, um Schaden anzurichten. Die frischen Früchte bzw. das eiweißreiche Getier lockt sie an. Aber im Winter weiß der Feldjäger, wo er die Sauen erwarten kann. Ähnliches sehen wir an den Maiskirrungen, wenn die Baumfrüchte gefallen sind, dann geht auch keine Sau an die Kirrung.

Die Meinung, dass Sauen durch Kirrungen ins Feld gelockt würden, wird von den Waldjägern verbreitet.

III. Regelmäßige Kontrolle der Kirrstellen

Jede Kirrverordnung ist sinnlos, wenn die Einhaltung nicht kontrolliert wird. Hier zitiere ich zwei Meinungen von erfahrenen Menschen, die den Jägern gut gesonnen sind.

Werner Klotz: „Als Leiter einer Schwarzwildhegegemeinschaft kenne ich aus mehr als dreißigjähriger Erfahrung — ohne behördliche geregelte, kontrollierbare Kirrung ist das Schwarzwildproblem nicht zu lösen.”

Interessengemeinschaft Schwarzwild Steigerwald: “Dem IGS-Vorstand ist seit längerer Zeit klar, dass die entscheidende Hürde in der hiesigen Schwarzwildproblematik…die egoistische Denkweise einzelner Revierinhaber ist…So werden die Sauen mit gewaltigen Futtergaben gemästet, um sie an das eigenen Revier zu binden.”

Die Kirrstellen sind zu melden und durch zwei Großbuchstaben für das Revier und der lfd. Nummer für die Kirrung zu kennzeichnen. Der Revierförster sollte regelmäßig  jede Kirr- und Futterstelle kontrollieren und Verstöße einem Sonderbeauftragten anzeigen, der dann alles weitere veranlasst. Der Revierförster sollte nicht als Gegner des Jagdpächters in Erscheinung treten.

Der Bachentisch nach Dammler ist die Lösung des Schwarzwildproblems

Zur Zeit leiden wir in vielen Revieren unter der Schweinepest und einer Sauenschwemme. Sie werden in erster Linie durch die Frischlinge hervorgerufen. Die tragen hauptsächlich den Virus in sich und werden durch die Köderimpfung nicht immer erreicht. Hier hilft nur der Abschuss zu jeder Jahreszeit. Jedoch gibt es im Sommer keine Drückjagden und in der Feldfrucht ist es fast unmöglich einen Frischling zu erlegen. Nur an der Kirrung gelingt das dem Jäger.

Die Sauenschwemme wird durch gut genährte Frischlinge verursacht. Hat ein weiblicher Frischling im Januar ein Lebendgewicht von über 30 kg, so kann er noch im gleichen Jahr zur Frischlingsbache werden. Ist das der Fall, dann ist der Überläufer als führende Bache nicht mehr bejagbar. Damit fällt die Jagd auf weibliche Überläufer im Sommer aus.

Normaler Weise stehen die Überläufer in der Rotte bei ihren Müttern, die mit ihren Frischlingen an die Kirrung kommen. Die Überläuferbachen haben meist eine hellere Färbung und stehen etwas abseits, sie sind gut anzusprechen und zu erlegen. Ja, wenn der Jäger sie nicht wegen ihrer Zitzen schonen müsste. Diese führenden Überläuferbachen, besser Frischlingsbachen, werden im Sommer nicht geschossen. Sie und ihre Frischlinge erhöhen den Schwarzwildbestand erheblich. Nach wissenschaftlichen Erkenntnissen bringen sie 53 % aller Frischlinge zur Welt.

Der Jäger darf durch Futter an die Frischlinge nicht dazu beitragen, dass weibliche Frischlinge im Januar mehr als 30 kg Lebendgewicht haben. Die Landwirte und Jäger können zwar nur bedingt das Fressen der Feldfrüchte verhindern. Der Körnermais steht erst ab August zur Verfügung. Die Waldmast liegt den Frischlingen erst ab September vor. Aber der viele Mais an der Kirrung im Frühsommer, das Füttern, das ist ein abänderbarer Grund, dass die Frischlinge zu schnell wachsen. Die äsungsarme Zeit des Schwarzwildes wird durch den Kirrmais überbrückt. Deshalb gibt es kaum Einbrüche bei der Vermehrung. Der Bestand steigt weiterhin.

Dem Keiler können wir soviel zu fressen geben, wie er haben will. Der Bestand wird dadurch nicht anwachsen. Auch die alte Bache kann Mais bekommen. Sie wird vielleicht einen Frischling mehr führen. Das bringt keine Übervermehrung. Wenn aber Frischlingsbachen im Revier sind, dann kann der Bestand nicht reguliert werden.

Wie wertvoll die Leitbache für das Verhalten und das Sozialgefüge der Rotte ist, weiß jeder Jäger. Nur an der Kirrung können die Beibache von der Leitbache unterschieden und die Frischlinge sauber erlegt werden Auf Bewegungsjagden oder in der Feldfrucht ist das nur schwer möglich. Die Kirrung ist nur zum Erlegen des Schwarzwildes da. Die Frischlinge dürfen nicht gefüttert werden. Die Parole muss lauten: Kein Futter für Frischlinge!

In den ersten sechs Lebensmonaten können die Frischlinge kein Futter vom Bachentisch fressen, er ist zu hoch für sie. Sind sie älter, dann duldet die Bache auch ihre eigenen Frischlinge nicht an ihrer Futterstelle. Das Ergebnis ist, nur die Leitbache bzw. der Keiler bekommen Mais. Die Frischlinge werden durch diese Kirrungsart in keinem Fall schneller wachsen. Und im nächsten Jahr gibt es keine Frischlingsbachen.

Wenn wir das Schwarzwildproblem lösen wollen, dann müssen wir

die Ursachen (Frischlingsbachen) verhindern, statt die Symptome (Frischlinge) zu bekämpfen.

An Kirrungen, die nicht regelmäßig angenommen werden, sind Bachentische nach Dammler besonders zu empfehlen. Denn der Mais wird nicht durch Erdfeuchte verdorben.

Eine so eingerichtete Kirrung ist von jedermann auf Futterart und –menge kontrollierbar. Sie schafft Vertrauen zu Jagdnachbarn und Verwaltung. Der Bachentisch ist 60 cm bzw. 70 cm hoch. Frischlinge bekommen keinen Mais.

Bauanleitung für den Bachentisch nach Dammler

Die Frischlingsbachen sind die Ursache für die Übervermehrung des Schwarzwildes. Frischlingsbachen können dadurch entstehen, dass die Frischlinge in den ersten sechs Lebensmonaten zusätzlich Mais als Futter vom Jäger erhalten

Kein Futter den Frischlingen!

Das ist mit dem Bachentisch nach Dammler trotz vieler Kirrungen zu erreichen, weil die kleinen Frischlinge nicht aus der Krippe fressen können. Die vielen Kirrungen brauchen wir aber, um den Schwarzwildbestand zu reduzieren.

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Der Bachentisch trägt die Zeichen S K 4, er steht am 4. Kirrplatz  im Revier SteinKopf.

Materialliste für den Bachentisch nach Dammler. Aus einem drei Meter langen Brett (ca. 5 €) von 120 mm Breite und 23 mm Stärke werden die Teile gefertigt.

2 Seitenbretter 57 cm lang

2 Krippenbretter 32 cm

4 Deckelbretter 30 cm

Dreiecksleiste 32 cm

2 Dachlatten  48 cm

2 Holzpfähle 110 cm lang, oben 15 cm Durchmesser (oder beschneiden). Die Holzpfähle ragen 60 bzw. 70 cm aus der Erde.

Holzschrauben 5×50 mm bzw. 3×30 mm, braune Holzschutzfarbe

Aufstellen: Der Abstand von dem Bachentisch zur Kanzel sollte 30 Meter betragen. Der Bachentisch steht am besten südlich davon und noch bergaufwärts. Eine Schmalseite zeigt zur Kanzel. So steht der Keiler breit, wenn er frisst und die Brunftrute ist gut zu erkennen. Auch die Zitzen der Bache sind so besser zu sehen.

Pfähle: Im lichten Abstand von 37 cm sind die Pfähle 40 cm tief in das Erdreich einzugraben. Dann werden sie mit der Kettensäge auf 60 cm bzw. 70 cm über dem Erdboden gekürzt. Die Pfähle haben oben einen Durchmesser von 15 cm. Mit der Kettensäge zuschneiden.

Seitenbretter: Schrauben Sie die Seitenbretter an die eingegrabenen Pfählen. Sie schließen damit oben bündig ab.

Krippe: Die zwei Krippenbretter werden im Winkel von 90 Grad zusammen geschraubt. Die Dreiecksleiste ist auf den Grund zu befestigen. Die Krippe wird zwischen die Seitenbretter gelegt und festgeschraubt. An beiden Enden ist ein Spalt zu den Pfählen von 2,5 cm. So bleibt kein Regenwasser stehen..

Deckel: Der Deckel besteht aus vier Brettern, die mit zwei Dachlatten am Rand verbunden wurden. Liegen die Dachlatten nach unten auf der Krippe, dann kann der Deckel  von anderem Schalenwild nicht weg geschoben werden. Nur Sauen heben den Deckel an und werfen ihn runter.

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Der Bachentisch fällt im Gegensatz zur Kanzel im Walde kaum auf. Ja, eine Kirrung mit Bachentisch sieht ordentlicher und natürlicher aus, als eine mit vielen Erdlöcher, Stein- und Asthaufen.


Responses

  1. […] https://kirrer.wordpress.com/2008/05/18/bachentisch/? […]


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